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Die Landtagskandidatin der Grünen, Pia Schellhammer, wirft mir eine Vernebelungstaktik vor, um die Bevölkerung hinsichtlich den beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung zu den Atomkraftwerken zu täuschen. Dies weise ich entschieden zurück. Auch wenn Harrisburg und Tschernobyl nicht in Vergessenheit geraten ist, dürfte auch Frau Schellhammer bekannt sein, dass wir es in Japan mit einer Dreifachkatastrophe zu tun haben, nämlich Erdbeben, Tsunamie und dadurch erfolgte AKW-Unfälle, stellt der Oppenheimer CDU-Vorsitzende Helmut Krethe fest.
Mit dieser Dimension sind Harrisburg und Tschernobyl nicht zu vergleichen. Da ist es doch selbstverständlich erforderlich, wenn aufgrund dieser Dreifachkatastrophe in Japan die Bundesregierung über Risiken von AKW`s neu nachdenkt.
Im Übrigen sind alle Parteien für einen Atomausstieg, lediglich die Zeitschiene ist unterschiedlich. Eine sofortige Abschaltung aller AKW`s, so wie es die Grünen fordern, ist nicht machbar, da der Strombedarf durch erneuerbare Energien sofort nicht ersetzt werden kann. Das wissen die Grünen auch. Deshalb ist diese populistische Forderung nur dem Wahlkampf geschuldet.
Der künftige Strombedarf kann nur über einen Energiemix aus Wind, Sonne und Wasser gedeckt werden. Allerdings verfolge ich die aktuelle Diskussion über geplante Standorte von Windkraftanlagen in der VG Nierstein-Oppenheim mit Sorge. Auch wenn die Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe eine Vorrangfläche von 200 ha im mittleren Selzbecken für Windkraftanlagen vorgesehen hat, ist nicht auszuschließen, dass mittel- bzw. langfristig gesehen eine Diskussion über die Erweiterung von Vorrangflächen auch in unserer VG geführt wird, befürchtet Helmut Krethe und verweist hierzu auf eine Aussage des schleswig-holsteinischen CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden von Boetticher in der WELT vom 24.3.11: "Wer rauswill aus der Kernenergie, muss wissen: Unser Landschaftsbild wird sich verändern."
Windkraftanlagen als Teil des erforderlichen Energiemix sollten im Offshore-Park in der Nordsee angesiedelt werden. Hierzu ist der Offshore-Park zu erweitern, schläft Helmut Krethe vor.
Vermehrte Windkraftanlagen im Landesinnern führen zu einer Verschandelung der Landschaft. Dies ist am Beispiel des Bördekreises in Sachsen-Anhalt eindrucksvoll festzustellen. Es ist mir seinerzeit als Verwaltungschef der ehem. VG Beverspring in Erxleben leider nicht gelungen, die Mitgliedsgemeinden der VG von Windkraftanlagen abzuraten. Der damalige Ohrekreis, jetzt Bördekreis, ist vom Gesetzgeber als Vorranggebiet für WKA`s vorgesehen worden.
Die Windkraftanlagenbetreiber haben die Bürgermeister und Gemeinderäte mit finanziellen Zusagen für den Bau von neuen Kindertagesstätten, Feuerwehrgerätehäusern und Bürgerhäusern geködert um Flächennutzungspläne entsprechend zu ändern. Diese Zusagen wurden auch eingehalten, allerdings ging dies auf Kosten des Landschaftsbildes. Wer mit dem Zug von Magdeburg nach Helmstedt fährt, fährt quer durch den Bördekreis und sieht beidseitig der Bahnlinie unzählige "Spargelstangen".
Für die VG-Nierstein-Oppenheim kommt hinzu, dass ein Teil der Wirtschaftskraft über den Tourismus erzielt wird. Touristen z.B. aus Norddeutschland werden künftig kaum Urlaub in Rheinhessen machen wollen angesichts dann möglicherweise überhand nehmender Windkraftanlagen, so Helmut Krethe abschließend.
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